Lehrer-Besoldung im EU-Vergleich

Die EU-Kommission legte zum Weltlehrertag, am 05. Oktober 2011, eine Studie vor, in der die Besoldung von Lehrern in der gesamten EU miteinander verglichen wird. Für die Studie wurden Daten des Schuljahres 2009/2010 von den 27 EU-Mitgliedsstaaten herangezogen.

Gemäß dieser Studie werden Lehrer in Luxemburg am meisten, Lehrer in Bulgarien dagegen am schlechtesten besoldet. Deutschland belegt laut der EU-Kommission das obige Mittelfeld mit Platz 4 im Bereich der Grundschulen und Platz 3 im Bereich der Sekundarstufen I und II. Auch die Schweiz und Spanien liegen mit ihrem Lehrergehalt im oberen Mittelfeld.
Die Gehälter von Lehrkräften in Deutschland unterscheiden sich je nach Schultyp und Alter. So verdienen Grundschullehrer gemäß der Studie und in Abhängigkeit vom Alter zwischen 38.200 und 51.400 Euro pro Jahr. Lehrer der Sekundarstufe I (Mittelstufe) haben einen ungefähren jährlichen Verdienst zwischen 42.200 und 57.900 Euro. Lehrer der Sekundarstufe II (Oberstufe) hingegen zwischen 45.400 und 64.000 Euro.

Die Lehrerbesoldung liegt in Luxemburg, gemäß den Angaben der Studie zufolge, weitaus höher. Dort erhalten Lehrkräfte ein ungefähres Jahresgehalt von etwa 101.500 Euro. Davon sind Lehrer in Bulgarien weit entfernt, denn sie verdienen im Schnitt gerade einmal 4.300 Euro pro Jahr.
Dagegen liegt die Anzahl der geleisteten Unterrichtsstunden pro Lehrer in Deutschland höher als die von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erteilten durchschnittlichen Pflichtstunden der EU. Gewerkschaften in Deutschland fordern zudem eine einheitliche Besoldung von Lehrer. So auch der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann: „Es gibt zwischen den Schulformen ein soziales Ranking.

Da ist klar: Grundschullehrer sind in diesem sozialen Ranking des Lehrerberufs ganz unten. Wir wollen eine gleiche Bezahlung aller Lehrer für gleichwertige Arbeit.“

Quelle: infranken.de

 

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